5-7 August SKW Youth Tournament
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SPORT KLUB WINDHOEK
Namibia est. 1951
Namibia land of the brave
Freedom fight we have won
Glory to their bravery
Whose blood waters our freedom
We give our love and loyalty
Together in unity
Contrasting beautiful Namibia
Namibia our country
Beloved land of savannahs
Hold high the banner of liberty

REFRAIN:
Namibia our country
Namibia motherland
We love thee.
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FUSSBALL: Afrika als neue Herausforderung

Marcus Jahn aus Luckenwalde kickt demnächst als Profi für namibischen Hauptstadtklub
LUCKENWALDE - „Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung“, sagt Marcus Jahn zur anstehenden erneuten Zäsur in seinem Leben.

Der 23-Jährige, der in seiner Jugend in Luckenwalde mit dem Fußballspielen begann, hat einen Profivertrag beim namibischen Erstligisten Sportklub Windhoek (SKW) unterschrieben. Auf der Internetseite des Vereins heißt es: „SKW signs Ex-German youth National player Marcus Jahn from Germany“.

Erstmals Tore auf dem afrikanischen Kontinent erzielen, das kann Jahn vermutlich schon am Wochenende. Sein neuer Arbeitgeber spielt als aktuell Tabellensechster (24 Punkte) in der Namibia Premier League (NPL) gegen den Zehnten United Stars Rundu (13 Punkte).

„Neben meinem NPL-Lizenzspieler-Status werde ich als Nachwuchskoordinator im Verein angestellt sein“, sagt Jahn, der aufgrund seiner Ausbildung als Student der Sportwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz zusätzlich an der Internationalen Schule in Namibias Hauptstadt in der Sekundarstufe I und II das Fach Sport unterrichten wird.

Die Karriere des mittlerweile 23-Jährigen begann als talentierter Nachwuchsspieler beim FSV Luckenwalde. Von 1996 bis 2001 erlernte er das Fußball-ABC beim Brandenburger Oberligisten. Marcus Jahn durchlief in Luckenwalde unter FSV-Trainer-Urgestein Werner Hoffmann, der 2005 vom Sportmagazin „Kicker“ als Jugendtrainer des Jahres ausgezeichnet wurde, alle Nachwuchsmannschaften des Vereins, bevor er zum Bundesligisten Energie Cottbus wechselte. Dort legte er im Juni 2005 das Sportabitur ab.

Zu den Erfolgen zählten in seiner Cottbuser Zeit, der zweimalige Gewinn der deutschen Schulmeisterschaft und die Teilnahme an der Weltmeisterschaft für Schulteams in Shanghai.

Jahn hatte 2003 zusammen mit einem weiteren Luckenwalder, Silvio Bankert (heute beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg unter Vertrag), großen Anteil am Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga der Lausitzer Nachwuchskicker unter dem damaligen Trainergespann Jürgen Meseck und Thomas Hoßmang. Als A-Junior bestritt er 27 Spiele für die Cottbuser in der Nachwuchs-Bundesliga.

Anfang 2006 wechselte Marcus Jahn zum 1. FSV Mainz 05, wo er in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam und zum Profikader gehörte.

Nach mehreren familiären Schicksalsschlägen, unter anderem durch die Trennung seiner Eltern, stürzte Jahn in ein Leistungsloch. „Die Zeit war nicht einfach für mich“, erinnert er sich. Jahn war gezwungen sich beruflich und sportlich neu zu orientieren. „Wichtig ist, immer an sich zu glauben und ein festes Ziel vor Augen zu haben. Nach dem Motto, Erfolg stellt sich ein, wenn man mehr tut als nötig. Und das immer“, sagte er sich nicht nur in dieser schwierigen Lebenssituation.

Jahn nahm ein Studium der Sportwissenschaft an der Universität Mainz auf und wechselte zum 1. FC Eschborn, wo er nicht nur Stammspieler war und den Nachwuchs trainiert hat, sondern auch das Amt des stellvertretenden Jugendkoordinators inne hatte.

Das Schicksal stellte für ihn Mitte des letzten Jahres die Weichen in Richtung Afrika. Jahn lernte im Juli 2009 auf einer Trainertagung Richard Starke kennen. Starke ist Coach des Vorzeigeklubs in der namibischen Hauptstadt. Seine Tochter, Sandra Starke, spielt aktuell beim 1. FFC Turbine Potsdam Fußball.

Der Vertrag von Marcus Jahn beim namibischen Erstligisten in Windhoek ist zunächst bis zum Sommer besiegelt. Eine Option auf Verlängerung ist vereinbart. (Von Frank Neßler)